DAS GELD IST DA. UND TROTZDEM FEHLT ETWAS.

42 Milliarden Dollar.

So viel Venture Capital floss laut Crunchbase im ersten Halbjahr 2026 in europäische Startups. Rund 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das zweite Quartal war sogar das stärkste in Europa seit vier Jahren.

Beim Lesen dieser Zahl hatte ich zuerst einen einfachen Gedanken:
Das ist eine gute Nachricht.
Und dann kam der zweite.

→ MEHR GELD MACHT NICHT JEDEN CASE FINANZIERBAR

Wenn ein Unternehmen trotz eines besseren Marktumfelds keine Finanzierung erhält, liegt die Erklärung schnell beim Investor.
Zu vorsichtig. Zu langsam. Falscher Fokus.

Manchmal stimmt das.
Manchmal fehlt aber etwas im eigenen Case. Ein belastbarer Beleg. Eine klare Position. Oder eine verständliche Antwort darauf, warum ausgerechnet jetzt investiert werden sollte.

→ SCHWIERIG IST DAS FREUNDLICHE INTERESSE

Ein gutes Gespräch. Kluge Fragen. Vielleicht sogar der Satz:
„Bleiben wir in Kontakt.“

Und dann passiert nichts.

Viele suchen danach den nächsten Investor. Dabei wäre vielleicht eine andere Frage hilfreicher:
Was konnte der bisherige noch nicht erkennen, prüfen oder intern vertreten?

→ DARIN LIEGT AUCH EINE CHANCE

Denn an Belegen kann man arbeiten. An Klarheit. An der Fähigkeit eines Gegenübers, eine Entscheidung guten Gewissens mitzutragen.

Europa hat außergewöhnliche Gründer, Technologien und Unternehmen.
Jetzt fließt wieder mehr Kapital.

Ob daraus auch mehr starke europäische Unternehmen entstehen, entscheidet sich nicht allein an der Höhe der Fonds.

Es entscheidet sich daran, wie viel tragfähige Substanz wir aus unseren Möglichkeiten machen.

Martin Bonner • Glow ACCESS
Glow for Europe – Movement

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